Das Häckel war und ist ein Würdezeichen von bergmännischen Aufsichtspersonen (Bergbeamten), ein getragener schwarzer Holzstock, auch Meterlatte oder Fahrstock, genannt. Dieser ist ca. 95 cm lang und trägt ein angefügtes Schmuckbeil. Er ist neben dem Säbel für den Bergoffizier, ein Bestandteil bergmännischer Berufstracht. Das Beil (auch Barte oder Eisen) war meist aus Bronze gegossen und zeigt Motive des bergmännischen Berufslebens und Bergbaumotive.
Im Vordernberger Revier am Steir. Erzberg verkörpert die Länge des Häckels auch die Spurweite der Schienenanlage für den Erzabtransport in Hunten.
Der Steiger schlug im Stollen mit dem Eisen auch auf Schichten, um abbaufähiges Gestein zu finden. Auf dem Häckelbeil wurde auch die Grubenlampe zum Ausleuchten der Stollengänge getragen.
Das Häckel war in kämpferischen Zeit der Bergknappen auch eine Art Verteidigungswaffe und für müde Knappen auch Stütze- oder Gehstock. Jedenfalls ist das Berghäckel Symbol und Bestandteil von bergmännischem Brauchtum und wird besonders in Vordernberg noch mit Würde und Achtung getragen.
Ein Ehrenhäckel wird anlässlich besonderer Verdienste vergeben und in einer bergmännischen Zeremonie verliehen.
Dieses Jahr erhält ihn der Musikverein Leonstein von der Knappschaft Vordernberg für die Verdienste um die Barbarafeier in Vordernberg anläßlich des Hammerschmiedfestes in der Schmiedleithen am 10 Juli 2011. Der Musikverein ist dann einer von 7 stolzen Ehrenträgern des Berghäckels und nimmt diesen mit dem Sprung über den Häckel eines Vertreters des MVL entgegen. Der Häckel wird schließlich einen Ehrenplatz im vereinseigenen Musikstüberl finden.
Mehr zur Tradition der Bergmänner rund um Vordernberg finden sie auf der Seite der Knappschaft Vordernberg.